Lübecker Mädchen und Jungen mit Migrations- und Fluchterfahrung auf selbstbestimmten Bildungs-, Kultur- und Integrationswegen in der Hanse- und Heimatstadt Teil 1

Dank der Förderung des Integrationsfonds der Hansestadt Lübeck im 2018 stellte das Projekt ein Gruppenangebot für Mädchen und Jungen im Alter von 7 – 16 Jahre dar, welchen von Kindern und Jugendlichen aus dem Autonomen Frauenhaus Lübeck und den Töchtern und Söhnen ehemaliger Stadtmütter genutzt werden konnte. Unterschiedliche Herkunftsländer, Flucht- und/oder Gewalterfahrungen der TeilnehmerInnen fließen in die Gruppensequenzen ein und bedürfen der Begleitung durch geschulte Mitarbeiterinnen. Neben zwei Mitarbeiterinnen des Autonomen Frauenhauses Lübeck haben zwei ehemalige Stadtmütter das Projekt begleitet und durchgeführt.

 

Fünf Jungen und elf Mädchen haben das Gruppenangebot wahrgenommen, in Form von Ausflügen zum Spielplatz, ins Freibad, ins Kino, zum Bowling, über die Exkursion ins Frauenhaus und in das St. Annen Museum. Bei der Mitgestaltung des Stadtteilfestes auf Marli haben die Mädchen und Jungen einmal monatlich Zeit miteinander verbracht und die dann nachfolgenden Angebote geplant und organisiert. Reflexionen wurden ermöglicht, um eigene Erfahrungen bzw. Herausförderungen und Irritationen der Kinder und Jugendlichen zu begleiten und gemeinsam zu besprechen.

 

Die vorrangigen Themen waren: Lübecker Geschichte kennenlernen, Lübeck als eigene Stadt erleben, neue Kontakte knüpfen, Kinderrechte in der Praxis, Gewaltprävention und Geschlechterrollen, u.v.a. mehr. Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Schulen und Stadtteilen sind über dieses Projekt zusammengekommen, haben gemeinsame Erfahrungen gemacht und eine Stärkung des Selbstwerts erfahren. Die gewonnenen Informationen konnten im Sozialunterricht mancher SchülerInnen wieder aufgegriffen und an andere SchülerInnen weitergegeben werden.