Neben 14 anderen Einrichtungen nahm das Lübecker Stadtmütter Projekt an die Messe für Alleinerziehende und Berufsrückkehrerinnen MARZIPAN teil

8. März 2016 "Nahrungsvielfalt" Internationales Frauenfrühstück

Neuigkeiten

Beim Verein "Frauen helfen Frauen" in Lübeck arbeitet seit dem 1. Januar 2016 die neue Projekt-Koordinatorin. Susan Al-Salihi, die gleich zu Beginn den vierten Kurs des Fortbildungsmodells "Lübecker Stadtmütter" verabschiedete, trat die Nachfolge von Neslihan Düzen an.

Im Rahmen der Fortbildung werden Frauen mit und ohne Migrationserfahrung aus unterschiedlichen Ländern in einem sechsmonatigen Kurs über Kernbereiche der Gesellschaft und Politik geschult. Nach Abschluss dieses Kurses werden dann die Stadtmütter als Multiplikatorinnen in Familien mittels Hausbesuchen ihr erlerntes Wissen weitergeben.

Als Teilnehmerin eines Kurses bestätigte Fatme aus Algerien: "Früher hatte ich Angst und traute mich nicht, zu Behörden zu gehen. Jetzt kann ich das ohne Probleme. Ich finde es toll, dass wir nicht nur bekommen haben, sondern auch weitergeben können. So komme ich näher an die Lübecker und hoffe auch auf positive Auswirkungen für meine berufliche Tätigkeit."

Regina aus Deutschland meinte, dass "der Kurs zwar sechs Monate gedauert hat, aber er war immer noch zu kurz. Ich hatte Angst und sagte, bald hört der Kurs auf aber die Austauschtreffen, die wir einmal der Woche über ein Jahr lang gemacht haben, hat mich getröstet." Für Regina war alles neu, obwohl sie Deutsche ist; sie ist seit sechs Jahren aus Hamburg hierher gezogen. "Ich bin sehr froh, dass ich ehrenamtlich im Frauenhaus tätig bin," bestätigte sie.

Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht Frauen, Mädchen und Jungen, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, zu beraten, zu unterstützen und zu begleiten, um die erfahrene Gewalt zu verarbeiten, zu überwinden und individuelle Lebenspläne für eine gewaltfreie Zukunft zu entwickeln.

Neben dem Projekt "Stadtmütter" betreibt der Verein in Lübeck das Autonome Frauenhaus und einen Secondhandladen "58" in der Knud-Rasmussen-Straße 58a.

Das Land Schleswig-Holstein, die Hansestadt Lübeck, die Possehlstiftung, die Bluhme Jebsen Stiftung, die Jürgen Wessel stiftung,die Charity Clubs und viele engagierte Lübecker tragen mit ihrer finanziellen Unterstützung nun seit 1977 dazu bei, dass sich der Verein in und um Lübeck tatkräftig für Geschlechterdemokratie und Gewaltverzicht engagiert.

"Zurzeit treffen sich Kurs fünf und sechs zum wöchentlichen Erfahrungsaustausch und wir freuen uns auf den siebten Stadtmütterkurs, der am 1.2.2016 beginnt", sagen die Mitarbeiterinnen Stephanie Wachowski und Elena Zhukov.


Info: Sie haben Fragen zu Lübecker Unterstützungsmöglichkeiten oder benötigen mal jemanden, der ihnen kostenlos über das deutsche Bildungssystem, Verhütung von Kinderunfällen im Haushalt oder Sportvereinen für ihr Kind Auskunft gibt? Rufen Sie uns gerne an und eine Stadtmutter wird Sie besuchen.  Die Lübecker Stadtmütter können mehrere Sprachen sprechen: arabisch, armenisch, deutsch, georgisch, kasachisch, kurdisch, russisch, thailändisch, usbekisch.
Bitte beachten Sie: Die Lübecker Stadtmütter geben Informationen weiter und klären über verschiedene Themen auf. Reine Dolmetscherinnentätigkeiten sind darin nicht enthalten. Hier empfehlen wir den Migrationsfachdienst der Grone-Schule.

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